Ehrenrentner_2012 - Herr Franz Rudolf Schäfer

Laudatio

Bekanntmachung

Hiermit geben kund und zu wissen:

dass Herr Franz Rudolf Schäfer als Sohn von Engelbert Junglas und
Maria Skupin, geb. Schäfer, am 07.Oktober 1944 in Efferen zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte. Da sein Vater im gleichen Jahr ein Opfer des 2ten Weltkriegs wurde, machte sich die kleine Familie Ende 1949 auf nach Ochtendung, wo er im Kindergarten St. Martin die ersten Kontakte unter Aufsicht von Schwester Elma knüpfte. 1950 wurde er in der Alten Schule gegenüber der Kirche eingeschult. Zwei Jahre später empfing er das Sakrament der 1. hl. Kommunion in der St. Martin Kirche zu Ochtendung. Später besuchte er die Volkschule (heutiges Raiffeisenlager) die er 1959 erfolgreich absolvierte. Von 1960 -1963 machte Herr Schäfer eine Ausbildung als Kfz - Mechaniker für Nutzfahrzeuge bei der Fa. Walsdorf in Andernach. Anschließend leistete er 4 Jahre lang seinen Wehrdienst auf dem Fliegerhorst in Mendig ab. Danach wechselte er zur Fa. Kisselbach & Sürth in Mayen, wo er bis 1971 als Autoverkäufer tätig war. Nachdem Herr Franz Rudolf Schäfer die Fahrerlaubnisklasse BC/E erworben hatte, packte ihn das Reisefieber.
So verbrachte er von 1971 – 1989 als Trucker und König der Landstraße im Fernverkehr, bis ihm sein letzter Arbeitgeber, die Fa. Reif (Spedition, Bims und Steinwerke) in Urmitz eine Tätigkeit als Betriebsleiter anbot. Von 1990 an leitete er diesen Betrieb, bis er 2003 in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde.

Kurzer Rückblick zu seiner Tätigkeit als Autoverkäufer bei Kisselbach & Sürth, Vertragspartner der Autos mit dem Blitz. Eines Tages stand eine junge Schönheit, ein Fräulein Schmitt vor Rudi und wollte ein Fahrzeug kaufen. Buchstäblich vom Blitz getroffen lud er sie zu einer ausgiebigen Probefahrt ein, welche deutlich anders verlief als üblich. So lernte Herr Franz Rudolf Schäfer seine heutige Gattin, Brigitte Schäfer, geb. Schmitt kennen und lieben.
Am 22.01.1971 wurde vor dem Standesbeamten in Polch das „Ja – Wort“ gesprochen. Besonders hier zu erwähnen ist, dass der damals zuständige Beamte kein geringerer als unser erster, 1984 gekürter Ehrenrentner, Herr Werner Kamenz, war.
Aus dieser Ehe gingen 2 Kinder hervor:
Sohn Thomas geb. am 04.Dezember 1973
und Sohn Manuel geb. 26.September 1980
Sein ganzer Stolz sind seine beiden Enkelkinder.

Seine karnevalistische Laufbahn begann 1977 bei der KG – Schafskopf, wo er nach 16 Jahren aktiver Mitgliedschaft zum Präsidenten gewählt wurde.
Kaum wegzudenken sind die zahlreichen Auftritte bei den Ochtendunger Kappensitzungen, wo er über viele Jahre hinweg mit Heinz Hilger das Publikum begeisterte. Von 1993 -1994 übernahm er das Amt des Präsidenten der KG – Schafsköpfe. Auch als Kanzler geht Herr Schäfer in die Geschichte des Ochtendunger Karnevals ein:
1989 bei Prinz Werner I und Prinzessin Angelika I sowie
1998 bei Prinz Peter II und Prinzessin Brigitte I.

Oftmals traf man sich bei Rudi in geselliger Runde, aber der 16.12.1994 sollte ein besonderer Abend werden. 9 Personen an der Zahl beschlossen an diesem Tag, dass der Ochtendunger Karneval einen weiteren Traditionsverein verkraften könnte. Es war die Geburtsstunde der Corperation Ochtendunger Bürgerwehr, die sich sodann am 11.11.1995 der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft in den Farben Blau und Gelb als 4.tes Mitglied anschloss.
Seit Gründung bis 2008 fungierte er dort als Feldmarschall und zählt heute noch zu den aktiven Mitgliedern.
Mit Stolz trägt Herr Schäfer stets die Farben Blau und Gelb, welche sich in der wundervollen Uniform der COB´ s widerspiegeln.

Seinen karnevalistischen Höhepunkt erlebte Herr Franz Rudolf Schäfer Anno 2001 als Prinz Rudi I. von der Schöferei zum Kartall mit seiner Prinzessin Renate I. von der Klöppelsjass zum Stane Höttche, als er das närrische Volk in Ochtendung regierte.

Auch wollen wir hier lobend erwähnen, dass Herr Schäfer nicht nur an Karneval der Ochtendunger Bevölkerung eine Bereicherung schenkte.
Am Palmsonntag, den 24.04.1993 war er maßgeblich an der Gründung des Wandervereins „Ochtendunger Peetsches Trampler“ beteiligt, dessen Vorsitz er seit Gründung bis heute noch ausübt. Insider wissen: Gewandert wird wenig, lieber erst mal gegessen und getrunken; das Schaffen läuft dann wie von selbst. Dieser Verein betreibt seit 1995 die Bierbude auf der Kirmes und ist seit 1996 auf dem Ochtendunger Weihnachtsmarkt ein beliebter Anlaufpunkt mit den traditionellen „Krumbiere Klüss mit Speck un Zwiewele und Äppelschmeer“. Bei der „Freiwilligen Feuerwehr“ und der „Prinzengarde“ zählt er seit Jahrzehnten zu den inaktiven Mitgliedern.

In den bisher vergangenen Jahren erntete er in Ochtendung und Umgebung, Dank und Anerkennung. 1993 wurde er mit dem närrischen Orden der Rhein-Zeitung ausgezeichnet.
Auch wir von der Rentnerband möchten uns für sein vorbildliches Engagement, das er dem Ochtendunger Karneval bis heute entgegen brachte, herzlich und ehrenwürdig Danken.

Seine treuen Dienste im Ochtendunger Karneval, gaben uns Anlass, Ihm heute Samstag, den 07.01.2012 das „goldene Monokel am Bande“ zu überreichen.

Seit jenen Tage an ist es Ihm würdig, den Namen

„Ehrenrentner der Rentnerband“ zu tragen.

gezeichnet
Die Rentnerband